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 Schlaflos in Guantanamo

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Ahornfunke
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Weiblich

BeitragThema: Schlaflos in Guantanamo   25.12.16 22:39




»Wisst ihr, wo wir ohne Vollmacht handeln?
Wo die Schafe sich zum Wolf verwandeln?
Wo wir Polka tanzen auf dem Stolz der anderen?
Ich will euch nicht auf die Folter spannen...«

"Schlaflos in Guantanamo" von Timi Hendrix ft. Alligatoah (Hier geht's zum Lied)

Guantanamo Bay, Kuba. Ein Gefangenenlager, das zeitgleich ein Marinestützpunkt der US Navy darstellt.

»Die Drohnen sind am Himmel, Uncle Sam kommt in dein Dorf«

Guantanamo (abgekürzt GTMO) wird von der Joint Task Force Guantanamo betrieben, den für dieses Gebiet zuständigen US-Streitkräften. Gegründet wurde das Lager, das aus mehreren Camps zusammengesetzt ist, von dem 43. Präsidenten der USA - George W. Bush.

»Sexuelle Nötigung und ein bisschen Schlafentzug«

Das Gefangenenlager hat sich vor allem wegen der äußerst brutalen, unmenschlichen und verabscheuungswürdigen Verhör- und Foltermethoden, die dort angewendet werden, einen Namen gemacht.

»Arbeit macht frei in Guantanamo Bay«

Charakteristisch sind die in sich widersprüchlichen, leeren und gelogenen Versprechen, die den Häftlingen gemacht werden, damit sie kooperieren - etwa, dass sie eine Strafmilderung erhalten oder freigelassen würden, wenn sie ein Geständnis abliefern. Das ist problematisch, denn die Mehrheit der Insassen ist vollkommen unschuldig...

Weshalb dennoch so viele Menschen in Guantanamo landeten, inwiefern die USA sich damit schuldig gemacht haben und immer noch tun, und wie das Leiden beendet werden soll, möchte ich euch mit diesem Artikel etwas näher bringen.


(Vor-)Geschichte


Beim Anschlag des 11. Septembers 2001 töteten Mitglieder der islamistischen Terrororganisation al-Qaida rund 3.000 Menschen. Als Reaktion etablierten die Vereinigten Staaten von Amerika eine Anti-Terror-Politik, auch "Krieg gegen den Terror" genannt, die sich im Afghanistan- und im Irakkrieg äußerte, um die Verantwortlichen zu fassen und zur Rechenschaft zu ziehen - koste es, was es wolle. Dabei wurde keinerlei Rücksicht auf Verluste gemacht: Verdächtige wurden ohne eindeutige Beweislage oder Prozesse verhaftet, verschleppt und zunächst "zwischengelagert": »Zum Schutz der USA vor Terroristen, sowie zur Gewinnung geheimdienstlicher Erkenntnisse«. Zu diesem Zweck wurde der amerikanische Militärstützpunkt in der Guantanamo Bucht auf Kuba im Jahre 2002 durch den damaligen Präsidenten der USA, George W. Bush, in ein Unterbringungslager umgewandelt, in welchem die Häftlinge durch schwere Folter zu Geständnissen gezwungen werden sollten.

Wieso ausgerechnet Kuba?
Zunächst einmal befindet sich die Insel nicht auf amerikanischem Grund, die "Bösewichte" können folglich weit weg von Amerika eingesperrt werden. Und aufgrund dieser Tatsache gilt die amerikanische Verfassung für die Insel nicht, sodass Menschenrechte dort keinerlei Gültigkeit besitzen - die Amerikaner können mit den Häftlingen tun, was sie wollen, ohne dass es an Illegalität grenzt.

Seit der Gründung wurden insgesamt 779 Personen inhaftiert. Dabei stellen Afghanen mit knapp 30% den größten Anteil der Insassen, gefolgt von Saudis und Jemeniten mit rund 15%.

Erst zwei Jahre nach der Gründung drangen die dort stattfindenden Misshandlungen an die Öffentlichkeit - ein Eingreifen erfolgte jedoch nicht. Im Jahre 2006 fanden in Folge der massiven Folterungen mehrere Suizide bzw. -versuche statt, wobei bei wenigen Fällen bis heute nicht klar ist, ob ein Suizid stattgefunden hat oder die Häftlinge durch das Personal getötet worden waren.


Die Anlage

Camp X-Ray



Zunächst mag man sich bei der Bezeichnung "X-Ray" nichts weiter denken, doch tatsächlich trifft sie voll und ganz auf diesen Teilkomplex der Einrichtung zu: Er setzt sich aus Käfigen zusammen, die in der prallen Sonne stehen und zudem von allen Seiten frei einsehbar sind, sodass keinerlei Privatsphäre ermöglicht wird. Glücklicherweise wurde dieses Camp bereits geschlossen, auch wenn dies in der nicht ausreichenden Kapazität für Häftlinge begründet liegt.

Camp Delta



Das Camp Delta beherbergte die meisten Gefangenen und diente als Vergrößerung des Camps X-Ray. Es ist in sieben Lager unterteilt, wobei eines den Namen "Camp Echo" erhielt, wo es sogar Toiletten in den Zellen gibt. Des Weiteren sind Isolationszellen und ein Hochsicherheitstrakt enthalten.

Camp Iguana

Ursprünglich wurden hier Kinder und Jugendliche untergebracht. Heute ist es für die Gefangenen gedacht, deren Unschuld anerkannt wurde, deren Freilassung aufgrund diverser Gründe, die weiter unten aufgeführt sind, jedoch nicht für möglich gehalten wird.


Rechtslage der Häftlinge

Wie bereits erwähnt ist die Einrichtung durch unklare bzw. fehlende Rechtslage sowie Haftbedingungen der Häftlinge gekennzeichnet: Sie gelten als sogenannte ungesetzliche Kombattanten (=Kämpfer) und besitzen somit weder Kriegsgefangenenstatus, noch erhalten sie Rechtsbeistand. Dadurch werden die brutalen Verhör- und Foltermethoden und die damit vollzogenen Verstöße gegen die Menschenrechte ermöglicht.

Das Hauptproblem in rechtlicher Hinsicht ist, dass die Amerikaner für viele der Inhaftierungen kaum Beweise vorlegen können. Es sind unzählige unschuldige Menschen, die jahrelang in Guantanamo gefoltert und gedemütigt wurden und teilweise immer noch werden - entgegen der Behauptung der amerikanischen Regierung, es handle sich um "the worst of the worst", um Mitglieder von terroristischen Gruppen, die sich gegen die USA verschworen hätten. Tatsächlich ließen sie aber 710 der Gefangenen wieder frei, was darauf hinweist, dass die Amerikaner nach Strich und Faden lügen. Es geht ihnen lediglich darum, jeden hinter Gittern zu setzen, der auch nur flüchtige Kontakte und entfernte Verbindungen zu Kriminellen oder potenziell Kriminellen hat - so auch im Falle von Mohamedou Ould Slahi, ein komplett unschuldiger Mauretanier, der 13 Jahre lang die Willkür der Amerikaner über sich ergehen lassen musste. Wieso? Hier ein Ausschnitt aus seinem Tagebuch, das er während seiner Haft in Guantanamo verfasste. Es handelt sich um ein Gespräch zwischen ihm und einem Vernehmungsbeamten.
"»Du bist ein Araber, du bist jung, du hast am Dschihad teilgenommen, du sprichst mehrere Sprachen, du hast viele Länder besucht, du hast einen Studienabschluss in einem Technikfach.«
»Und weshalb ist das ein Verbrechen?«, frage ich.
»Denk an die Flugzeugentführer: Auf sie traf das alles auch zu. [...] Du bist ein Teil der großen Verschwörung gegen die USA.«"
Das Guantanamo Tagebuch, S.259

Die USA wissen grundsätzlich um die Unschuld der Insassen und halten lediglich wegen ihrer absurden Paranoia an der Überzeugung einer Verschwörung gegen ihr Land fest. Dabei scheuen sie nicht davor zurück, Beweise zu fälschen und ununterbrochen zu tricksen und zu lügen. Dagegen können sich die Häftlinge kaum wehren - ihre Rache äußert sich lediglich in Hungerstreiks oder in Nicht-Kooperation während der Verhöre, was ihnen letztendlich mehr schadet als hilft.

Die ganze Situation in Guantanamo könne durch eine simple Wahrheit erklärt werden: »Amerika ist ein Land, das auf Ungerechtigkeit aufgebaut ist und davon lebt.«
Das Guantanamo Tagebuch, S.196

Doch es gibt auch Lichtblicke in der von Gewalt, Ungerechtigkeit und Lügen geprägten Welt in Guantanamo. Slahi beschreibt Wachen und Vernehmungsbeamte, die ihm mit Freundlichkeit und Verständnis begegneten, die ihre Befehle nicht ausführten und die Regeln brachen, um ihm zumindest ein paar Rechte zu gewähren. Er fand in Guantanamo Freunde, sogar eine Familie, die alles daran setzte, seine Freilassung zu ermöglichen - was im Oktober diesen Jahres letztendlich auch gelang. Doch vorher bestritt er einen langen und schmerzhaften Weg, und die Folter, die er ertragen musste, wird ihn bis an sein Lebensende begleiten.


Foltermethoden


Um die Häftlinge zu einem (falschen) Geständnis zu zwingen, werden sie enormem Stress und Druck ausgesetzt. Als besonders erfolgreich erwiesen sich Schlafentzug, Temperaturmanipulation (Kältekammer, Übergießen mit eiskaltem Wasser) und die Forderung, eine starre Haltung einzunehmen und beizubehalten. Folgen sind Angstzustände, Albträume, Schlafstörungen, Trübungen des Bewusstseins, Aufmerksamkeitsverlust, Erschöpfung und daher schwindender Widerstand. Im engeren Sinne werden diese Methoden oftmals nicht als Folter angesehen, obwohl sie zweifellos starke negative Einflüsse auf die Häftlinge ausüben.
Sollten diese Methoden nicht ausreichen, werden ferner angewandt:
- Todesdrohungen (auch in Bezug auf die Familien der Häftlinge)
- Schläge, Tritte, bis hin zur Abtrennung von Gliedmaßen
- Sexuelle Belästigung
- Koran-Schändungen (immerhin handelt es sich bei den Häftlingen fast nur um Personen arabischer Herkunft)
- Tagelanges Aussetzen sehr lauter Musik und Blitzlicht
- 24 Stunden-Verhören
- Waterboarding (Simulation des Ertrinkens)

Ganz zu schweigen von den psychischen Schäden, die die Häftlinge davontragen - vor allem, wenn sie Monate in Isolation verbringen mussten.

All dies wurde stets durch die amerikanische Regierung zu vertuschen versucht.


Kritik und Schließungspläne


Seit die brutalen Verhältnisse in Guantanamo bekannt geworden sind, ertönen entsetzte Rufe aus allen Teilen der Welt.

Guantanamo sei eine Verletzung der Menschenrechte, ein Schandfleck für die USA und eine Behinderung für den weltweiten Kampf gegen den Terrorismus, so der Europarat im Jahre 2009. Eine sofortige Schließung wurde gefordert; die Häftlinge sollten vor ordentliche Gerichte gestellt oder freigelassen werden. Dabei ergaben sich jedoch zwei Probleme:
Zunächst will die amerikanische Regierung nicht anerkennen, dass sie sich geirrt und hunderte Unschuldige hinter Gittern gesetzt hat - lediglich Barack Obama bekannte sich bei seinem Amtsantritt zu den Verbrechen, die die USA begehen, und unterschrieb im Jahre 2009 die Schließung Guantanamos innerhalb spätestens eines Jahres - was jedoch nicht geschah, da der Senat sich weigerte, Gelder für die Verlagerung der Häftlinge bereitzustellen, und weil man diese ohnehin nicht auf amerikanischen Boden setzen wollte. Auch sonst konnten keine Staaten gefunden werden, die bereit wären, die Häftlinge aufzunehmen.
Wenn Obama die Schließung nicht bewirken konnte, so bewirkte er immerhin die Abschaffung des Status der ungesetzlichen Kombattanten, wodurch mehr Rechte für die Häftlinge gewährleistet wurden. Des Weiteren ist es ihm zu verdanken, dass die oben genannten 710 Häftlinge freigelassen wurden; bis zu seinem Amtsabtritt sollen 10 weitere entlassen werden. Somit bleiben 59 Häftlinge, deren Verbleiben unklar ist.

Ein weiterer Knackpunkt: Faktisch haben sich einige ehemalige Guantanamo-Häftlinge nach ihrer Freilassung terroristischen Gruppen angeschlossen, was Obama von vielen Seiten zur Last gelegt wird. Dazu äußerte er sich folgendermaßen: »Die Existenz von Guantanamo hat wahrscheinlich mehr Terroristen auf der Welt geschaffen, als jemals dort inhaftiert wurden.«
Auch Slahi erklärt in seinem Tagebuch: »Gewalt produziert Gegengewalt«.
(S.419)

Was soll also getan werden? Ein Senatsmitglied sagte, Guantanamo solle bestehen bleiben als »hell's waiting room« - die Insassen sollten in Guantanamo verbleiben, bis sie sterben, was allerdings zweifellos verfassungswidrig ist.


Guantanamo in der Zukunft

Aufgrund des baldigen Antretens des neuen Präsidenten der USA steht die Zukunft des Gefangenenlagers wohl noch in den Sternen. Bedenklich erscheinen dürfte uns jedoch die Aussage Trumps, er wolle Guantanamo mit "bad dudes" wieder auffüllen und stärken. Ob er dies durchsetzen kann, bleibt aber wie so viele andere Pläne seinerseits ungewiss.

Und die amerikanische Bevölkerung?
Kein Ort wird so kontrovers diskutiert wie Guantanamo. Die Bevölkerung ist gespalten - laut einer Umfrage befürworten etwa 52% der Amerikaner das Fortbestehen des Gefangenenlagers, da potenziell gefährliche Personen ihrer Meinung nach isoliert werden sollten - sie haben Angst und wollen einen Anschlag wie 9/11 nicht nochmal erleben. Darüber hinaus stelle die Schließung des Lagers einen Akt der Schwäche dar.
Was die amerikanische Bevölkerung wohl nicht weiß - sie ist es, die das Gefangenenlager und die Versorgung der Insassen finanziert. Rund 7.29 Millionen Dollar kostet ein Gefangener pro Jahr.

Die anderen 48% stehen für die amerikanischen, hohen moralischen Werte ein, laut derer Folter in jedem Falle unterbunden werden sollte. Sie widersprechen damit dem Sprichwort, das sowohl die Russen, als auch die Deutschen zu sagen pflegen: »Lieber ein unschuldiger Mann im Gefängnis, als ein schuldiger Mann auf freien Füßen.«

So oder so - ohne Zweifel begehen die USA mit jedem Tag, an dem Guantanamo weiterhin besteht, ein Kriegsverbrechen. Sie verstecken sich hinter der Fassade einer Demokratie, die sich auf Ungerechtigkeit und Lügen stützt, und nennen sich dabei die "großartigste Nation der Welt".

Zum Abschluss ein Zitat aus dem Guantanamo Tagebuch (S.53):

»[...] es ist eine Welt, in der menschliche Schicksale von Mächten mit offenbar grenzenloser Reichweite bestimmt werden, und es ist eine Welt, die scheinbar eine Bedrohung der Menschlichkeit darstellt [...]«


Quellen:
Wikipedia: Guantanamo Bay Naval Base
Kampagne: Close Guantanamo
Welt: Das sind die Gefangenen von Guantanamo
Zeit: Obama, Trump, Nato
Blogspot: Guantanamo Base Camp
Youtube: Galileo - Hinter den Kulissen des Gefangenenlagers Guantanamo
Youtube: HBO - Guantanamo
"Das Guantanamo Tagebuch" von Mohamedou Ould Slahi

Bilder:
https://de.wikipedia.org/wiki/Guantanamo_Bay_Naval_Base
http://richardross.net/architecture-of-authority-c8ac7
http://www.humana-conditio.de/?p=1184
http://www.sueddeutsche.de/thema/Waterboarding
https://alethonews.wordpress.com/tag/guantanamo-bay-detention-camp/page/2/
http://www.ibtimes.co.uk/obama-urged-close-guantanamo-bay-hunger-strike-456158



Ja, es ist ziemlich viel und ja, es ist ziemlich kompliziert.
Allerdings liegt mir das Thema sehr am Herzen. Ich versuche hiermit nicht, euch eine bestimmte Einstellung zu den USA oder sonst was aufzuzwingen - der Artikel dient einzig und allein der Aufklärung.

Den Interessierten unter euch kann ich wärmstens das mehrfach erwähnte Buch "Das Guantanamo Tagebuch" empfehlen. Leider ist es von Zensuren durch die Amerikaner durchzogen - dennoch beinhaltet es immer noch Schilderungen, denen man kaum Glauben schenken kann und will, die aber die nackte Wahrheit wiederspiegeln.

Und bevor ich es vergesse - einen riesigen Dank an die, die sich das alles durchgelesen haben. Es würde mich freuen, wenn ihr auch eure Gedanken zu dem Thema da lassen würdet, das hier war nämlich wahnsinnig viel Arbeit... xD (gosh das klingt wie son Youtuber, der um Likes und Abos wirbt haha)
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Echoghost
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BeitragThema: Re: Schlaflos in Guantanamo   25.12.16 22:55

*den Like-Botton vergewaltigen und ein Abo dalassen* xD

Ich habe dir ja schon gesagt das ich voll gespannt auf das Thema bin und heilige Guakamole mein Brain brummt immer noch von all den Infos xD
Also ich glaube ich lese mir den Artikel nochmal durch
Aber muss einfach mal ein fettes Lob an dich raushauen wirkloch super Artikel vielleicht ein wenig viel auf ein mal aber wie schon gesagt super spannend
Und das Thema beschäfftigt mich auch schon einige Zeit, ich muss ja erlich sagen wieso es so etwas gibt klar die meisen Menschen die dort drin sizzen haben schlimmes gemacht aber ob man sie nicht einfach lebenlänglich wegsperren könnte ich glaube das währe iwi nicht so Menschen abstössig wie das wo in diesem Gefängniss gemacht wird...

Lg

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BeitragThema: Re: Schlaflos in Guantanamo   26.12.16 12:25

Also der Artikel ist top geschrieben, kann man schön runterlesen. :3
Alle Wichtigen Infos sind glaube ich auch drinne, auch wenn die Infos jetzt an sich nicht so schön sind...


Dafür, dass die Amerikaner immer so tun und handeln, wie weltpolitische Moralapostel. Zumindest wenn es nach außen hin geht, da findet man ja meistens schnell einen anderen Schuldigen (*hust*Russland*hust*).

Guantanamo ist neben den Kriegen eins der größten Zeichen, das George W. Bush viel mist verzapft hat.
Naja, bis jetzt hat fast jeder Präsident von Amerika, selbst Friedensnobelpreisträger, erstmal nach Amtsantritt ein Land überfallen um es zu "befreien", dass in jeden Land danach dann Bürgerkrieg ausbrach, wird von ihnen ja gerne mal übersehen. Man hat ja dann auch sein Öl bekommen und vielleicht noch den ein oder anderen neuen Bewohner für den Knast.

Einfach jemanden dort hin zu verschleppen, weil man angeblich irgendeinen mutmaßlichen Terroristen über drei Ecken kennt. Ist einfach nur...

Naja, wenn man jemanden Foltert und nur genug Druck ausübt, kriegt man zu 90% das zu hören, wenn man hören will und wenn es dann zufälliger Weise ein Geständniss ist. Lohnt sich der ganze mist doch wenigstens.

So kann man dann wenigstens die Bevölkerung "beruhigen", indem man irgendwann bekannt gibt, dass man wieder einen Anschlag auf das Vaterland vereitelt hat. Dank Guantanamo.

Da hat man dann auch noch direckt eine Begründung wieso man Guantanamo nicht schließen sollte, es hat ja schließlich irgendein Erfolg, angeblich.

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Ahornfunke
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BeitragThema: Re: Schlaflos in Guantanamo   26.12.16 13:07

Vieeeeelen Dank euch beiden!
Ich hatte übrigens überlegt, den Abschnitt "Foltermethoden" in einen Spoiler zu setzen, aber ich dachte mir dann, dass man von sowas schon erfahren sollte, so grausam es auch ist. Die Augen davor zu verschließen, bringt gar nichts.

@Echogeist vor allem diese Logik von wegen "Also, du bist ja ein ganz schlimmer Finger (nicht). Du wirst zu drei Mal lebenslänglich verurteilt. Wenn du kooperierst und uns sagst, was wir wissen wollen (was aber natürlich alles nur gelogen ist), dann kriegst du nur ein Mal lebenslänglich. Klingt super, nicht wahr?" ...

@Kohlesplitter das kann ich zu 100% so unterschreiben. Ich verstehe einfach nicht, wie es sowas geben kann. Ich meine, so ein paar Knackpunkte hat man ja immer gesehen, wenn man an die USA gedacht hat, aber seitdem ich mich mehr mit Guantanamo auseinandergesetzt habe, sind die bei mir völlig unten durch. Und es ist ja nicht nur das. Man muss nur einen Blick in die Nachrichten werfen und weiß sofort "aha, ja gut, scheiße".
Ohne Witz, bei dem Thema krieg ich Anfälle... e.e
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