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 Der Placeboeffekt

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Jay's Wing
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BeitragThema: Der Placeboeffekt   12.01.16 22:40

Der Placeboeffekt

Ein Placebo ist ein Medikament, das keinen medizinischen Wirkstoff beinhaltet, aber trotzdem eine Heilung hervorrufen kann. Es enthält nur Füllstoffe wie zum Beispiel Zucker und Stärke. Placeboeffekte können definiert werden als positive physiologische oder psychologische Veränderungen, nach Einnahme dieser wirkungslosen Medikamente (bzw. Medikamente ohne spezifischen Wirkstoff).
Die Wirkung des Placebos ist jedoch abhängig davon, wie viel Bedeutung die Medikamente für den jeweiligen Patienten haben. Der Glaube kann eben doch Berge versetzen. Der Placeboeffekt hat allerdings nichts mit Einbildung zu tun, sondern führt zu echten Veränderungen im Gehirn. Placebos aktivieren durch den Glauben und die Erfahrung nämlich schmerzhemmende Zentren. Von dort aus, werden dann körpereigene Stoffe ausgeschüttet, die Schmerzen unterdrücken.  
Die Wirksamkeit eines Placebos ist aber nicht genau messbar, denn auch ohne medizinische Behandlung treten häufig Spontanheilungen auf. Viele Patienten suchen den Arzt erst am Höhepunkt ihrer Beschwerden auf. Zu diesem Zeitpunkt ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Beschwerden nachlassen, schon rein statistisch gesehen größer als vorher.

Die Wirksamkeit des Placebos


Um die Wirksamkeit der Placebos zu testen, werden Studien entweder mit dem Doppelblindversuch oder mit dem Einfachblindversucht durchgeführt. Beim Einfachblindversuch weiß der Arzt, ob der Patient Placebo erhält. Beim Doppelblindversuch weiß weder der Arzt noch der Patient, ob es ein wirksames Medikament oder ein Placebo ist.
Die Wirksamkeit der Placebos kann man auch so messen, in dem man einer Gruppe keine Medikamente und Placebos gibt und der anderen Gruppe mit der selben Krankheit wohl Placebos gibt. Man beobachtet dann in einer gewissen Zeitspanne die Besserung der Versuchspersonen und vergleicht sie miteinander.

Es gibt einige Aspekte, die zur Wirksamkeit der Placebos beitragen:
-Die Farbe der Tablette oder des Dragees.
-Von welcher Autorität die Behandlung durchgeführt wird.
-Wie das Mittel in der Gesellschaft und in den Medien beurteilt wird.
-der Glaube an die Wirkung des Mittels.
Der Placeboeffekt macht einen großen Teil des Behandlungserfolges bei psychischen Erkrankungen aus. Man kann den Placeboeffekt aber nicht mit Spontanheilung gleichstellen, denn bei einer Spontanheilung heilt der Körper die Krankheit ohne jegliche Hilfe von außen ( wie Medikamenten, usw.). Beim Placeboeffekt wird der Körper von Außen beeinflusst.

Negative Aspekte des Placeboeffekts


Negative Seiten an der Placebobehandlung sind, dass erst einmal das Vertrauen in die Behandlung und den Behandelnden ( also den Arzt ) gestört wird.
Eine andere negative Seite ist, dass auch hier das Risiko des Noceboeffekts besteht. Mit "Nocebo" bezeichnen Experten alle unerwünschten Wirkungen von Placebos, wie zum Beispiel Kopfschmerzen, Müdigkeit, Benommenheit, Verstopfungen, Erbrechen und Hautausschläge. Sie entstehen besonders häufig dann, wenn die Ärzte bei der Verabreichung des Placebos genau auf diese Nebenwirkungen hinweisen. Auch hier spielt also die Erwartung des Patienten eine wichtige Rolle. Der Noceboeffekt besteht auch nur auf psychischer Basis, ist jedoch das genau das Gegenteil des Placeboeffekts.

Aus all dem kann man also schließen, dass der Glaube an Besserung und Heilung eine große Rolle bei der Wirksamkeit der Medikamente spielt. Nicht nur die Inhaltsstoffe sind also ausschlaggebend.

Placeboeffekt bei Ratten


Durch Studien hat man herausgefunden, dass sogar Ratten einen Placeboeffekt haben. Dazu wurde ihnen Milch auf einem heißen Röhrchen angeboten. Das Trinken war für die Tiere schmerzhaft und sie hörten schnell wieder auf. Nun gab man einer Gruppe ein Scherzmittel. Die Ratten konnten nun viel länger von der Milch trinken, da ihnen die Schmerzen nicht mehr so viel ausmachten.
Als nächstes wurde den Ratten ein unwirksames Mittel gegeben und sie tranken dennoch länger von der Milch als die Ratten aus der Kontrollgruppe, denen man nie irgendein Mittel gegeben hatte. Dadurch lässt sich beweisen, dass auch bei Tieren Scheinmedikamente wirken.

Quellen:
 

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Eines Tages warf der Tod seine Sense weg und stieg auf einen Mähdrescher, denn es war
KRIEG

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